Agrarausschuss bestätigt Arnd Cappell-Höpken als Vorsitzender

KreisvorstandDie Jahreshauptversammlung des Agrarausschusses der CDU im Kreis Wesel zeigte einmal mehr, wie komplex die Themen sind und wie eng verzahnt die Zusammenhänge in den Bereichen Landwirtschaft und Naturschutz, Bauen und Umwelt, Jagd und Fischerei. Und auch nach einer mehrstündigen, intensiven Diskussion im Büdericher Hotel-Restaurant „Wacht am Rhein“ war den Teilnehmern klar, dass sie die Problemlagen gerade einmal in einer ersten Ebene behandeln konnten. Bevor sie allerdings in die Debatte einstiegen, waren wichtige Regularien zu klären. Arnd Cappell-Höpken zog als Kreisvorsitzender in seinem Bericht Bilanz über die Zeit seit der letzten Hauptversammlung der Gemeinschaft, deren Stimme auch über Ortsgrenzen hinaus von Gewicht ist: Neben Arnd Cappell-Höpken und Heinrich Vahnenbruck als Kreistagsmitglieder gehört auch Hans-Josef Gräven als sachkundiger Bürger zur CDU-Kreistagsfraktion und können dort ihren Sachverstand einbringen.

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Vorsitzendenkonferenz sprach mit Polizeigewerkschaftler

Dass ihr Kollege René Schneider (SPD) laut  Medienberichten eine sachliche Diskussion über die Besetzung der Polizeiwache Xanten führen möchte, begrüßt die CDU-Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse ausdrücklich: „Es ist erfreulich, dass René Schneider uns auf dem Weg begleiten will, den wir in dieser Angelegenheit von Anfang an eingeschlagen haben. Dabei sollte er allerdings die rosarote Parteibrille absetzen, die offenbar den Blick für die Wirklichkeit trübt.“  Denn auch wenn Schneider es anders darstelle, habe das Land an der Polizei gespart. Bereits 2013 habe die Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei gewarnt, dass im Kreis bis 2020 etwa 35 Polizisten fehlen werden und es somit aus Personalmangel zu Schließungen von Polizeiwachen kommen könne. In diesem Zusammenhang müsse man die Pläne von Landrat Dr. Ansgar Müller (SPD) sehen, die Polizeiwachen in Xanten und auch in Voerde nachts, an Wochenenden und an Feiertagen  nicht mehr zu besetzen.

Noch auf Jahre werden nach Gewerkschaftsberechnungen mehr Polizisten in den Ruhestand gehen als Nachwuchskräfte neu den Dienst antreten – die personelle Entlastung durch neue Planstellen, von der René Schneider spreche, ist nach Einschätzung von Marie-Luise Fasse daher wohl eher Wunschdenken. Damit liegt die Christdemokratin auf einer Linie mit Erich Rettinghaus, dem Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund. Bei einer Kreisvorsitzendenkonferenz im Büdericher Lokal van Gelder war Rettinghaus fachkundiger Gesprächspartner für die Spitzen der CDU-Stadt- und Gemeindeverbände sowie Vereinigungen im Kreis Wesel. Rettinghaus_Erich

Rettinghaus zog dort eine ernüchternde Bilanz: Bei der Polizei sei in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren immer nur abgebaut worden. „Wir brauchen sofort neue Tarifbeschäftigte, die die Polizeibeamten wenigstens ein Stück weit von polizeifremden Aufgaben befreien und die dann wieder für operative Aufgaben zur Verfügung stehen“, so der Chef der Polizeigewerkschaft. Außerdem sei weitere personelle Verstärkung durch zusätzliche Polizeianwärter dringend erforderlich – aber zurzeit gar nicht möglich, weil das Land gar keine entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten habe. Allein das zeige, wie sehr in NRW der Polizeibereich „auf Kante“ genäht sei. Trotz immer mehr Aufgaben, wachsenden  Anforderungen und steigenden Fallzahlen in der Kriminalitätsstatistik. Rettinghaus: „Wir müssen ehrlich über das reden, was geschieht und was bisher falsch gemacht worden ist.“ Weiterlesen

Marie-Luise Fasse: Keine weitere Landtagskandidatur

Im Frühjahr 2017, mit Ablauf der jetzigen Amtsperiode, soll für Marie-Luise Fasse Schluss sein als Landtagsabgeordnete. "Ich habe mich entschieden, nicht noch einmal zu kandidieren", das teilte die Rheinbergerin Abend einer Konferenz im Büdericher Saal van Gelder den Vorsitzenden der CDU-Stadt- und Gemeindeverbände mit. 

Marie-Luise Fasse, geboren 1948 im Münsterland, lebt mit ihrer Familie seit 1973 in Budberg am Niederrhein. Dort hat sich die gelernte Energieberaterin früh in der kommunalen Politik engagiert. 1995 kandidierte sie zum ersten Mal für den nordrhein-westfälischen Landtag – erfolgreich. Bei der Landtagswahl im Mai 2005 war Marie-Luise Fasse ein besonderer Coup geglückt: Die CDU-Frau holte mit 43,8 Prozent der Stimmen den Wahlkreis direkt, der Mitbewerber von der SPD musste sich mit 41 Prozent begnügen - zum ersten Mal überhaupt hatte eine Christdemokratin diesen traditionell „roten“ Wahlkreis erobert.

In einer Vielzahl parlamentarischer Gremien, in Verbänden, Vereinigungen und Parteiämtern übernahm Marie-Luise Fasse Verantwortung. Immer aus dem Bewusstsein heraus, dass Politik für sie kein Selbstzweck ist. Politik bedeutet für Marie-Luise Fasse: sich einmischen, Verantwortung übernehmen, kämpfen für die eigenen Überzeugungen, gleichwohl auch bereit sein, Kompromisse zu schließen. Die Rheinbergerin macht Politik aus Leidenschaft. Seit 1989 ist sie Mitglied des CDU-Kreisvorstandes, zunächst als Beisitzerin, dann als stellv. Vorsitzende und seit 1997 als Kreisvorsitzende.