Landratskandidat Ingo Brohl verspricht einen Neuanfang im Kreis Wesel

02.10.2019

72. Kreisparteitag der CDU Kreis Wesel

Bis auf den letzten Platz gefüllt war am vergangenen Samstag schon zu früher Stunde um 9 Uhr der Saal Schepers. 140 Delegierte aus allen Kommunen des Kreises waren zum 72. Kreisparteitag gekommen. Nach einer Begrüßung durch die Kreisvorsitzende Sabine Weiss, einer Ansprache der Landtagsabgeordneten Charlotte Quik, die mit einem Film die Kampagne „Unsere Heimat! Unsere Werte!“ positiv bilanzierte, sowie verschiedenen Tagesordnungspunkten stand die Rede des Landratskandidaten und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Ingo Brohl aus Moers im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Vorstand hatte die Kandidatur beschlossen. Brohl wird sich im Februar noch der Partei zur Wahl stellen.

Der studierte Wirtschaftsjurist will im September kommenden Jahres den amtierenden Landrat Dr. Ansgar Müller ablösen. „Wir brauchen nach mehr als 15 Jahren einen Neuanfang im Kreis Wesel“, betont der 43-Jährige, "wir wollen und wir schaffen den Wechsel ". Er erntete mit dieser klaren Positionierung mächtig Applaus. In seiner Rede betonte Ingo Brohl, auf einen konstruktiven Dialog zu setzen, die Menschen im Kreis mitzunehmen und wieder eine Kultur des Vertrauens schaffen zu wollen. Diesbezüglich kritisierte er beispielhaft das Fernbleiben des Landrates beim WDR 5 Stadtgespräch zum Thema Ölpellets und die Kritik an der Polizei. Der Landrat hatte diese als „bewaffnete Macht im Staat“ bezeichnet und sich damit erheblichen Widerstand auch der Polizeigewerkschaften eingehandelt.

Nach seiner Rede gab es stehende Ovationen. „Ingo Brohl ist ein besserer und erfolgreicherer Landrat“, sagte die Kreisvorsitzende Sabine Weiss. Sie hatte zuvor in Ihrer Eröffnungsrede für eine Klimaschutzpolitik mit Mut, Maß und Vernunft geworben und verwiesen, dass die CDU die Partei der Energiewende sei. Sie hatte sich darüber hinaus deutlich von der AfD distanziert.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Frederik Paul, stellte zum Abschluss einen Antrag zum Klimaschutz, der vom Parteitag angenommen wurde. „Wir brauche pragmatische Lösungen zum Klimaschutz. Lösungen ohne Verbote. Dabei dürfen wir nicht grüner als die Grünen sein.“

Für den langjährigen Kreisgeschäftsführer Josef Elsemann war es der letzte Kreisparteitag als Organisator. Er geht Ende Oktober in den Ruhestand. Die Kreisvorsitzende Sabine Weiss dankte ihm ganz besonders für seine vielen Verdienste um die Kreispartei. Die CDU Kreis Wesel wird Josef Elsemann noch mit einer gesonderten Veranstaltung Ende Oktober in Sonsbeck offiziell verabschieden. Sein Nachfolger wird Thomas Eusterfeldhaus sein, bislang Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Landtag Nordrhein-Westfalen.

Im Anschluss an den 72. Kreisparteitag fand die Veranstaltung „CDU trifft“ der Kreistagsfraktion statt. Gast war NRW-Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner.