Auf dem Weg zur Europawahl

02.10.2018

Etwa 130 Delegierte und Gäste bei der Kreisvertreterversammlung zur Europawahl.

CDU-Europakandidat Dr. Stefan Berger kann auf seinem Weg ins Europaparlament auf die Unterstützung seiner Parteifreunde im Kreis Wesel zählen. „Wir stehen hinter Dir und werden für Dich kämpfen“, versicherte Sabine Weiss als Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes dem 49-Jährigen, der ab 2019 in Brüssel die Nachfolge von Karl-Heinz Florenz antreten soll. In der Niederrheinhalle Wesel hatte Berger als „der Bewerber des Niederrheins“ (Weiss) zuvor eine Kreisvertreterversammlung genutzt, um sich und seine politischen Ziele vorzustellen. Dabei zeigten die Delegierten der 13 Stadt- und Gemeindeverbände der CDU im Kreis Wesel mit kräftigem Applaus, welch großen Rückhalt Berger bei ihnen hat – als Kandidat, der bereits seit dem Jahr 2000 Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag ist,  aber die Bodenhaftung seines politischen Engagements in den Jahren nie verloren und weiß, dass eine erfolgreiche Kommunalpolitik auch das Fundament ist, um „für uns, um für den Niederrhein in Europa etwas zu bewegen“, so Berger.

Selten sei der Bedarf an internationaler Zusammenarbeit so groß gewesen wie heute, erklärte der promovierte Wirtschaftswissenschaftler. Ein neuer Politiker-Typus betrete global die Bühne, sagte Berger mit dem Blick über den Atlantik. Die Auswirkungen würden früher oder später auch im Kreis Wesel und am Niederrhein spürbar. Etwa über den Stahlstandort Duisburg. Daneben entfalte ein gewaltiger technologischer Wandel seine Wirkung und führe beispielsweise dazu, dass Amazon in seinem neuen Logistikstandort Mönchengladbach 4000 Roboter einsetze. Berger: „Das alles wirft Fragen auf, die wir nur über ein gemeinsames starkes Europa beantworten können“.

Gleichzeitig brauche Europa eine bessere außenpolitische Vernetzung und eine neue Verteidigungspolitik. Mit Blick auf die Flüchtlingssituation forderte Berger eine gemeinsame europäische Asylbehörde und ein gemeinsames europäisches Asylrecht. Dazu gehöre auch, so betonte der 49-Jährige, „dass jeder, der zu uns kommt, verstehen sollte: Bei uns gelten europäische Werte und das Grundgesetz.“ Der Applaus in der Niederrheinhalle zeigte: Die Delegierten der Union im Kreis Wesel sehen das genauso. Sie stellten sich ebenso hinter den Appell Bergers,  sich „gegen die gottlose AfD“ zu stemmen: „Was Rechtspopulisten in anderen Ländern machen, erleben wir nun auch bei uns. Es geht um die Destabilisierung des Systems mit dem Ziel der Machtübernahme. Das fängt ganz harmlos an und mündet dann im Hitlergruß. Mit unseren Werten haben die nichts zu tun.“ Die Zukunft des Kontinents verdiene „Besseres, als von Populisten missbraucht zu werden“.

Im Übrigen müsse allen bewusst sein, wie erfolgreich die Politik der vergangenen Jahre gewesen sei: die Arbeitslosigkeit beispielsweise sei auf ein bemerkenswert niedriges Niveau gesunken; die Ausbildungschancen beispielhaft hoch. Um diese Erfolge zu verteidigen brauche Europa die Christdemokraten als Anker der Stabilität. „Wir haben uns alle frei entfalten dürfen – und unsere Kinder verdienen das Gleiche“.

Die Delegierten wählten für die Vertreterversammlung des Landesverbandes zur Europawahl 6 Delegierte in folgender Reihenfolge: Sabine Weiss MdB, Charlotte Quik MdL, Ingo Brohl, Anika Zimmer, Matthias Broeckmann und Marie-Luise Fasse. Ersatzdelegierte sind: Timo Juchem, Sascha van Beek, Jana Hensen und Sebastian Hense.