Unser Kreis Wesel

Der Kreis Wesel im Herzen des Niederrheins und Europas

Geprägt durch den Rhein, der sich mitten durch den Kreis Wesel schlängelt, hat sich eine liebenswerte Region zwischen ländlicher Umgebung und industrieller Struktur entwickelt. Von A (wie Alpen) bis X (wie Xanten) haben die Niederrheiner, vielerorts unter Führung der Christdemokraten, nach dem Krieg den Wiederaufbau bewältigt und dabei ein touristisches und kulturelles Umfeld geschaffen, dass viele Besucher dazu veranlasst, den Niederrhein als Urlaubsregion zu entdecken. Dort wo andere Erholung suchen, ist die Heimat von etwa 480.000 Menschen. Wahrzeichen ist die Kopfweide, die sich auch im Wappen wieder findet. Die drei Wurzelansätze sollen auf die früheren Kreise Dinslaken, Rees und Moers hinweisen. Durch die Zweige werden die 13 Städte und Gemeinden symbolisch dargestellt.  Vom CDU Kreisverband wurde das Wappen in seinem Logo aufgenommen, ergänzt allerdings um die Sterne Europas, mit denen deutlich gemacht wird, dass der Kreis auch im Herzen Europas liegt.

Die angrenzende Lage zum Ruhrgebiet und die Verbundenheit zu den niederrheinischen Nachbarn fördert die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises. Das produzierende Gewerbe hat dabei eine große Bedeutung, obwohl der Dienstleistungssektor in den letzten Jahren erhebliche Wachstumsraten aufweist. Im Jahre 2007 haben 187 Industriebetriebe mit 22.000 Beschäftigten fast 6 Mrd. Euro umgesetzt, davon 46,2 % im Ausland. 40 % der 112.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer finden ihre Arbeitsplätze in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes, der Energie- und Wasserversorgung, des Bergbaus und des Baugewerbes.

Im Kreis Wesel sind bedeutende Maschinen-, Stahl- und Kesselbaubetriebe und eine große Aluminiumhütte ansässig. Außerdem liegt eines der größten Steinsalzbergwerke Europas im Kreis. ALTANA, im M-DAX gelistetes Unternehmen, hat ihren Hauptsitz in die Kreisstadt Wesel verlegt und damit dokumentiert, dass hochwertige Produktionsstätten der Chemie auch im Kreis Wesel einen Platz finden.

Die Herstellung von Tondachsteinen hat im nördlichen Kreisgebiet, besonders in Schermbeck, eine lange Tradition und ist heute noch ein wichtiger Produktionsfaktor. Weit über die Landesgrenze hinaus bedeutsam ist die Sand- und Kiesindustrie. Auch die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit ihrer hoch entwickelten Rinder- und Schweinezucht, dem Acker- und Gartenbau, mit einer immer bedeutsamer werdenden Direktvermarktung.

Der Steinkohlenbergbau hat die wirtschaftliche Entwicklung im Süden und Südosten des Kreises seit der Jahrhundertwende geprägt. Seit den 70er Jahren wurde auch der Kreis Wesel mit seinen modernen und leistungsfähigen Schachtanlagen vom Strukturwandel in den Montanregionen Deutschlands erfasst. Einschneidende Maßnahmen waren 1990 die Stilllegung der Schachtanlage Rheinpreußen in Moers mit dem Wegfall von mehr als 3.000 Arbeitsplätzen, und 1993 die Zusammenlegung der Schachtanlagen Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort und Rheinland in Moers zu einem Verbundbergwerk mit einem weiteren Wegfall von über 4.000 Arbeitsplätzen (ohne Zuliefererbetriebe). Zum 01.01. 2002 erfolgte die Zusammenlegung der Schachtanlagen Friedrich-Heinrich/Rheinland und Niederberg zum Bergwerk West mit Sitz in Kamp-Lintfort. Auch die Pleite des Handyherstellers BenQ hat zu einem Verlust von hochwertigen Arbeitsplätzen geführt. Für den Kreis Wesel bedeutete dies beim bereits erfolgreich gestarteten Strukturwandel eine neue Herausforderung. Bund und Land unterstützen den Kreis auf dem schwierigen Weg, die zukunftsfähige niederrheinische Region mit innovativen Unternehmen und qualifizierten Arbeitnehmern weiter zu fördern. Die Schaffung richtungweisender Grundlagen ist ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung einer zukunftssicheren Wirtschaftsstruktur. Es ist deshalb ein erklärtes politisches Ziel, im Kreis Wesel eine Fachhochschule anzusiedeln, wobei die Standortwahl mit der wissenschaftlichen Ausrichtung korrespondieren sollte.

Ein wesentlicher Teilbereich ist dabei die Entwicklung auch überregional bedeutender Wirtschafts- standorte, wie

  • der Lippe-Mündungsraum mit seinem bedeutenden Flächenpotenzial und den ersten Industrieansiedlungen,
  • der Gewerbe- und Technologiepark Dieprahm mit dem Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik,
  • der Grafschafter Gewerbepark Genend als Pilotprojekt für ein interkommunales Gewerbegebiet in Nordrhein Westfalen.

Die Rheinschiene ist die stärkste Entwicklungsachse in der Europäischen Union. Sie dient nicht nur der europäischen Binnenschifffahrt, sondern bedeutet auch: Eisenbahnschnellverbindungen, Autobahnen, Stromschienen, Pipelines für Erdöl, Ferngas und industrielle Produkte. Mit 45 Uferkilometern linksrheinisch und 30 km rechtsrheinisch hat der Kreis den größten Anteil am Rhein in Nordrhein-Westfalen. 5 Häfen erschließen ihm das Transportpotenzial des größten europäischen Binnenschifffahrtsweges - rheinaufwärts zu den europäischen Binnenmärkten, rheinabwärts zum Umschlagplatz Rotterdam. Die Betuwe-Linie, eine Eisenbahntransportverbindung zwischen den Ballungszentren an der Rheinschiene und den Niederlanden wird, trotz aller Kritik an den bisher noch unzureichenden Lärmschutz- und weiteren Umweltmaßnahmen, zur wichtigsten Bahntrasse Europas und damit dazu beitragen, dass die Logistikunternehmen im Kreis Wesel sich mit großem Potential weiter entwickeln.

Eine ausgewogene Entwicklung im Kreis Wesel ist auch das Ziel der Landesplanung. Neben der Ausweisung günstiger Wirtschaftsstandorte sind Umweltreserven mit Erholungsflächen wichtige Standortfaktoren.
Der Kreis Wesel ist Teil des reizvollen Niederrheins und damit ein beliebtes Naherholungsgebiet.  Die „Sonsbecker Schweiz“, der Staatsforst "Die Leucht", Teile des Naturparks "Hohe Mark", der Dämmerwald sowie zahlreiche weitere schöne Natur- und Landschaftsgebiete, das älteste deutsche Zisterzienser-Kloster in Kamp und nicht zuletzt der Archäologische Park in Xanten sind attraktive Erholungs- und Freizeitangebote im Kreis Wesel.

Steigende Besucherzahlen zeugen von der Entdeckung der Region Niederrhein als Urlaubsgebiet mit Angeboten für Tages- und Wochenendausflügler bis hin zum gepflegten Campingplatz für den "ständigen Gast". Ausgewählte Routen bieten das Erlebnis Niederrhein für Wanderer, Radwanderer und Autotouristen. Sportliche Aktivitäten zu Lande, zu Wasser und in der Luft stehen ebenso zur Wahl wie das ungestörte Naturerlebnis.

Innerhalb des CDU Kreisverbandes Wesel stehen die bevorstehenden Wahlen in 2009 und 2010 im Mittelpunkt der politischen Aktivitäten. Der Kreisvorstand hat die Zielsetzung formuliert, die vorhandenen Mandate und Ämter zu erhalten und die Landratswahl 2009 zu gewinnen. Den Bürgerinnen und Bürgern soll außerdem ein qualifiziertes Programm für die kommenden Jahre angeboten werden.

Der Kreis Wesel ist Mitglied des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Bei der zu erwartenden Verwaltungsstrukturreform mit den verbleibenden Mittelinstanzen Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen werden die Mitglieder des RVR dem Regierungsbezirk Ruhr angehören. altIm Kreis Wesel wird deshalb intensiv über den Verbleib im RVR diskutiert, denn als niederrheinischer Kreis ist eine Zuordnung zum künftigen Regierungsbezirk Rheinland nahe liegend. Die Entscheidung über den Austritt aus dem RVR wird der Kreistag noch in diesem Jahre treffen müssen. Die CDU hofft, die erforderliche 2/3 Mehrheit zustande bringen zu können.

"Der Niederrheiner weiß nix, kann aber alles erklären…" Der aus Moers stammende Kabarettist Hanns-Dieter Hüsch hat so versucht, den typischen Niederrheiner zu beschreiben. Tatsächlich hat der Niederrheiner jedoch sehr viel mehr anzubieten. Er ist weltoffen und zugleich heimatverbunden, er ist sehr gut ausgebildet und weiß mit Schüppe und Hacke umzugehen. Eines ist sicher, die Niederrheiner aus dem Kreis Wesel werden die Zukunft ihrer Region positiv gestalten.

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