Ein toller Abend in Veen

Der Landtagswahlkampf geht in die Zielgerade. CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet ist quasi non-stop unterwegs: Im Bergischen, in Westfalen, im Rheinland stellt er sich und seine Partei als die bessere Alternative zur noch amtierenden rot-grünen Koalition vor. Letzte Station eines langen Tour-Tages ist dann Veen. Natürlich. Denn das Beste hebt man sich natürlich immer bis zum Schluss aus, weiß Matthias Broeckmann als Stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Wesel in seinem Willkommenswort an „unseren künftigen Ministerpräsidenten“. Rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörer im vollbesetzten Festsaal des Spargelhofes Schippers sehen das genauso: „Armin! Armin! Armin!“ rufen sie Laschet zu. Ihr rhythmisches Klatschen soll ihm die Power geben, um am Ende das Kopf-an-Kopf-Ringen um das Amt des Regierungschefs zu gewinnen. Es ist der bestmögliche Einstieg in einen Abend, der im Kreis Wesel drei Tage vor der Landtagswahl einen Höhepunkt im Wahlkampf bringt.

Armin Laschet ist gerne nach Veen gekommen. Das bringt der Spitzenmann der CDU von Anfang an glaubhaft rüber. Gerne nutzt er die Gelegenheit für persönliche Worte an die scheidende Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse, die nicht wieder fürs Parlament kandidiert: „Ich danke Dir für Dein Engagement, wir danken dir für das, was Du für diesen Wahlkreis geleistet hast! Du wirst uns fehlen und es gut, dass Du uns zugesagt hast, dass wir in Kontakt bleiben“. Dank gilt auch den Organisatoren des Abends um den Alpener Gemeindeverbandsvorsitzenden Sascha van Beek: „Das ist eine Super-Organisation, trotz der spontanen Terminierung so vor einer Woche“, lobt Laschet. Aber eigentlich sei es kein Wunder, dass alles so gut klappt – in Veen, wo die CDU in einer beispiellosen Aktion innerhalb weniger Wochen ihre Mitgliederzahl verdoppeln konnte. „Hätten wir überall eine so aktive Truppe, könnten wir im Land doppelt und dreifache Mitgliederzahlen haben“, ermuntert der Spitzenkandidat und verrät: Eigentlich hätte er an diesem Abend eine Einladung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Düsseldorfer Ständehaus gehabt.  „Doch was sollte ich da im Publikum sitzen – da bin ich doch lieber nach Veen gekommen. Nahe zu den Menschen. Schließlich wollen wir eine Wahl gewinnen – und hier ist es doch auch viel gemütlicher“.

Drei Tage vor der Landtagswahl: Chance, zu einem entschlossenen Endspurt aufzurufen. Zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung. Aber auch schon Gelegenheit zu einem ersten Rückblick. Laschet berichtet von einem Auf und Ab, das zu erleben war. Die CDU habe freilich Kurs gehalten. Bei der Union habe es keine Mätzchen gegeben, keine Panik – „die hat jetzt Rot-Grün“, so Laschet. Hannelore Krafts Absage an eine rot-rot-grüne Koalition komme drei Tage vor der Wahl nicht aus innerer Haltung, sondern sei reine Taktik: „2010 hat sie sich doch schon einmal von den Linken bei ihrer Wahl dulden lassen. Deshalb müssen wir jetzt alles tun, damit das nicht wieder passieren kann und damit die Linken nicht mitbestimmen, wer in unserem Land regiert“. Deshalb sei in der Wahlkabine die Entscheidung für die CDU so wichtig. Denn am Ende sei auch jede Stimme für die FDP eine Stimme „die Frau Kraft helfen könnte wenn sie die SPD zur stärksten Partei macht“.

Armin Laschet hat viele Beispiel parat, warum es für die Ablösung der rot-grünen Regierung in Düsseldorf höchste Zeit ist: die gescheitete Bildungspolitik; die permanente Behinderung der wirtschaftlichen Entwicklung gerade im ländlichen Raum; die maue Wirtschaftskraft – hätte sich NRW wenigstens im Bundesdurchschnitt entwickelt, gäbe es hier 100.000 Arbeitsplätze mehr. Dabei steht für den CDU-Spitzenmann fest: „Wir sind auch ein starkes Land“. Diesen Anspruch wollen die Christdemokraten am Sonntag wieder in die Landespolitik einbringen. Und dort auch die verheerende Bilanz in der Sicherheitspolitik in Ordnung bringen: Seine Regierung werde 2500 Verwaltungskräfte einstellen um Polizisten für ihre eigentlichen Aufgaben frei zu machen, für die sie dringend gebraucht werden. Gerade auch im Bereich der Sicherheit hat sich Armin Laschet mit seinem Team ambitionierte Ziele gesteckt: „Wie wäre es denn, wenn auch aus unserem Land mal wieder Ideen kommen, die von anderen Bundesländern als gutes Beispiel aufgegriffen werden?“

Klar, dass das auch ganz im Sinne von Rainer Groß ist. Schließlich weiß der Wahlkreiskandidat als Polizeibeamter genau, wie wichtig den Wählerinnen und Wählern gerade das Thema Sicherheit ist. Umso mehr freute Groß sich über die Unterstützung des Spitzenkandidaten, der übrigens bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zu Gast in seinem Wahlkreis war und zuletzt in Xanten bei der Feier „70 Jahre CDU“ begeisterte.

Zum Abschluss gab es eine launiges Dankesrede von Sascha van Beek, Vorsitzender des Gemeindeverbandes und natürlich Geschenke mit deutlich lokalem Bezug, wobei der Schal, den die Veenze Krähe trägt wohl künftig für Alemannia Aachen steht.